Lorelai & Rory

2x weiblich

Abgabetiere/Wohnungshaltung
Lorelai ist FIV-positiv

Geboren ca. 2017 & 11.05.2021

EKH

Kastriert [x] ja / [] nein

Im Tierheim seit 03.12.2021

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Lorelai und Rory kamen leider schweren Herzens aus einer Vermittlung zurück, da sie sich im Zuhause gegenüber ihren Menschen gar nicht zutraulicher geben wollten und auch unsauberes Verhalten zeigten. Bei uns verhalten sie sich jetzt deutlich entspannter, sind nicht unsauber und nähern sich dem Menschen auch an.

Ursprünglich war Mama Lorelai mit ihrer damals noch sehr jungen Tochter Rory aus Anzefahr zu uns in Tierheim gekommen, nachdem sie dort zugelaufen waren. Lorelai hatte sich bei ihren Findern sehr verschmust und umgänglich gezeigt, gegenüber Fremden und leider auch im bisherigen Zuhause hat sie aber mehr Angst und zieht sich zurück. Beim Füttern ist sie aber hier schon sehr aufmerksam, sucht dann gerne die Nähe und wird sich hoffentlich auch nach und nach immer mehr entspannen.
Die junge Katze Rory ist neugierig, verhält sich aufgeschlossen, lässt sich bei uns inzwischen vorsichtig streicheln und bringt alles mit um bei festen Bezugspersonen noch weitere, gute Fortschritte zu machen.

Wir wissen leider nicht, warum die beiden Katzen nach ihrer Vermittlung so wenig Zugang zu ihrem Menschen gefunden haben – es war ein erfahrenes Katzenzuhause und ein ruhiges Umfeld, ihre Menschen haben sich auch viel Mühe gegeben.

Leider nicht untypisch für (vormals) unkastrierte, streunende Katzen, ist Lorelai positiv (auch durch Kontrolltests) auf die Immunschwächeerkrankung FIV getestet worden.
FIV gehört zu der Familie der Retroviren. Es kann bei Katzen eine Krankheit auslösen, die dem menschlichen HIV ähnelt, daher wird FIV auch als „Katzen-AIDS“ bezeichnet. Durch das geschwächte Immunsystem kann es dazu kommen, dass die Katze ab einem bestimmten Punkt Infekte nicht mehr abwehren kann, dann kommt es unter Umständen vermehrt zu Schnupfenerkrankungen oder Zahnfleischentzündungen. FIV ist nicht auf Menschen oder andere Tierarten übertragbar, sondern nur unter Umständen z.B. durch muskeltiefen Biss auf andere Katzen (nicht durch Tröpfcheninfektion).
→ Mehr Infos zur Diagnose FIV gibt es hier!

Rory wurde mehrmals (auch nach Wiedereinzug bei uns) auf FIV getestet, ist aber negativ. Eine Ansteckung zwischen Mutter und Nachwuchs kommt ab und zu vor, aber auch häufig nicht. Sie wohnt mit ihrer Mutter zusammen bei anderen FIV-positiven Katzen im Zimmer, da eine Ansteckungsgefahr verschwindend gering ist.

Lorelai kann als FIV-positive Katze nur in Wohnungshaltung vermittelt werden. Ein Balkon oder anderer, gesicherter Freisitz wäre für sie sehr wichtig.

Wenn Rory sich bisher im Mutterleib und durch die Milch nicht mit FIV infiziert hat, dann ist ein weiteres Infektionsrisiko sehr gering. Sie könnte prinzipiell mit Lorelai ausziehen. Wir könnten uns aber auch vorstellen, dass Rory als Zweitkatze zu einem entspannten, sehr sozialen Partner zieht – zum Beispiel zu einer gleichaltrigen Katze oder einem erwachsenen, kastrierten Kater, der ihr als „großer Bruder“ begegenet – und dadurch noch mehr Vertrauen aufbaut.
Lorelai versteht sich generell auch mit anderen Katzen und hätte eventuell auch passende Gesellschaft im FIV-Zimmer (z.B. Kater Indiana Jones), mit der sie ausziehen könnte.

Wir hoffen sehr, dass wir Lorelai und Rory eine wunderbare Zukunft ermöglichen können, in der sie sich sehr wohl fühlen und (wieder) entdecken dürfen, wie schön das Zusammenleben mit Menschen ist.

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Stand 15.01.2022)

Lorelai:

Rory:

(Bilder anklicken um sie in voller Größe zu sehen!)

Die Beschreibung gibt nur wieder, wie sich das Tier zurzeit im Tierheim verhält. Es kann gut sein, dass sich das Tier im neuen zu Hause durch Sie und Ihre Erziehung anders gibt!

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